Die Pro V1 ist der meistgespielte Ball auf der Tour. Aber ist sie auch der richtige für dich?

Die Titleist Pro V1 ist seit Jahren der meistgespielte Golfball auf der Tour. Rund sieben von zehn Spielern haben einen Titleist im Bag, meistens eine Pro V1 oder eine Pro V1x.

Für viele Golfer ist damit alles klar: Wenn die besten Spieler der Welt diesen Ball spielen, wird er auch für mich gut genug sein. Aber ein Tourprofi spielt unter ganz anderen Voraussetzungen als du, und der Ball, der zu ihm passt, muss nicht der Ball sein, der zu dir passt.

Warum spielen fast alle Profis Titleist?

Nicht, weil die Pro V1 wie von Zauberhand weiter fliegt. Was ein Tourprofi vor allem will, ist Sicherheit: ein Ball, der bei jeder Runde genau gleich vom Schläger kommt. Dieses Vertrauen, über Hunderte Runden aufgebaut, wiegt für ihn schwerer als ein paar Meter. Titleist hat sich diese Position vor Jahrzehnten mit der Pro V1 erarbeitet und gibt sie seither kaum ab. Diese Sicherheit kaufst du dir nicht, indem du seinen Ball spielst.

Die größten Herausforderer kommen von TaylorMade, Srixon, Callaway und Bridgestone. Rory McIlroy spielt zum Beispiel eine TaylorMade TP5, Xander Schauffele eine Callaway Chrome Tour, und Hideki Matsuyama und Shane Lowry eine Srixon Z-Star. Alles gute Bälle, und alle auf den Schwung eines Topspielers abgestimmt, nicht auf deinen.

Pro V1 oder Pro V1x: Wo liegt der Unterschied?

Die Pro V1 und die Pro V1x sind zwei verschiedene Bälle. Die Pro V1 ist ein dreiteiliger Ball mit niedrigerer Kompression: Sie fühlt sich weicher an und fliegt etwas flacher. Die Pro V1x ist vierteilig, mit einem doppelten Kern, fühlt sich fester an und fliegt höher. Diese höhere, steilere Flugkurve gibt der Pro V1x mehr Spin mit den Eisen und Wedges, sodass der Ball auf dem Grün schneller stehen bleibt. Vom Abschlag liegen beide nah beieinander; der Unterschied zeigt sich vor allem bei den Eisen und rund ums Grün. Welche der beiden zu dir passt, hängt von deinem Spielstil und deiner Vorliebe ab, nicht davon, wer sie im Fernsehen spielt.

Hast du genug Schwunggeschwindigkeit für einen Tourball?

Die meisten Tourbälle haben eine hohe Kompression. Kompression ist grob gesagt, wie hart der Kern ist und wie viel Geschwindigkeit du brauchst, um ihn vollständig zu komprimieren. Profis bringen diese Geschwindigkeit mühelos auf. Hast du einen ruhigeren Schwung, ist das kein Grund zur Sorge, aber gut zu wissen: Komprimierst du einen festen Kern nicht vollständig, holst du weniger Ballgeschwindigkeit und Spin heraus, als du bezahlst. Ein weicherer Ball mit niedrigerer Kompression bringt dann oft mehr für deine Länge.

Warum ist die Hülle des Balls so wichtig?

Der wichtigste Grund, einen Tourball zu spielen, liegt nicht am Abschlag, sondern vor allem rund ums Grün. Tourbälle haben eine Hülle aus Urethan, ein leicht klebriges Material, das an der Schlagfläche greift und so mehr Rückwärtsspin bei deinen Chips und Pitches erzeugt. Ein günstigerer Ball hat meist eine Hülle aus Ionomer, die stärker über die Schlagfläche gleitet und weniger Spin gibt. Suchst du diese Kontrolle rund ums Grün, merkst du den Unterschied sofort. Legst du deine Annäherungen aber vor allem hoch und weich hin, ohne viel Spin zu verlangen, zahlst du für eine Eigenschaft, die du kaum nutzt.

Teurer heißt nicht besser

Auch unter den Tourbällen schwanken die Preise stark, obwohl die Bälle in derselben Kategorie liegen. Der teuerste Ball ist nicht immer der meistgespielte, und schon gar nicht automatisch der beste für dein Spiel. Jede große Marke macht einen Tourball mit Urethan-Hülle, und es gibt gute Modelle für deutlich weniger als die bekanntesten Namen.

Welcher Golfball passt zu dir?

Der Rat, den jeder Fitter gibt und der für jeden Golfer gilt: Spiel immer den gleichen Balltyp. Erst wenn dein Ball eine Konstante ist, lernst du, wie er sich bei einem Chip oder einem halben Wedge verhält, und kannst darauf aufbauen. Bleibt die Frage, welcher Ball das für dich sein soll, und das hängt von deiner Schwunggeschwindigkeit, deinem kurzen Spiel, deinem Gefühl und deinem Budget zusammen ab.

Genau das rechnet OneGolfBall für dich aus. Das Tool ist markenunabhängig und verkauft selbst keine Bälle. Du gibst deinen Schwung und deine Vorlieben ein, und du siehst, welcher Ball am besten zu dir passt. So spielst du nicht den Ball des Profis, sondern den Ball, der zu dir passt.

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